Was ist Leerstand eigentlich?

Wohnungsnot in Deutschland

Als Leerstand werden nicht genutzte bzw. unvermietete, aber beziehbare Flächen aus privatem oder öffentlichem Eigentum gekennzeichnet. Je nach Dauer und Ursache lässt sich der Leerstand in verschiedene Arten ordnen. Dabei handelt es sich um konjunkturellen, strukturellen und spekulativen Leerstand.

Der konjunkturelle Leerstand geschieht aus Schwankungen im Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Gebäudeflächen.

Der strukturelle Leerstand wird erst dann gebraucht, wenn Gebäudeflächen über einen Zeitraum von drei Monaten oder mehr leer stehen und es dabei keine Möglichkeit besteht, diese zu marktüblichen Preisen einzuflößen.

Als spekulativer Leerstand werden Gebäudeflächen genannt, die weder verkauft, noch vermietet werden. Die Nutzung von Flächen ist untersagt, damit man zu einem späteren Zeitpunkt höhere Rendite erwirtschaften kann.

Als Leerstandsquote wird der Part der leerstehenden Flächen an einem Gesamtbestand beziffert. Infolge der unterschiedlichen Ursachen kann man mit großem Aufwand oder hohen Kosten rechnen.

Leerstandsrisiko ist das ökonomische Risiko des Vermieters. Es stellt zwei Risiken dar. Zum einen stellt es einen Kostenbestandteil für den Vermieter dar und zum anderen kann es zu Mietausfall führen. Der Vermieter trägt also das Leerstandsrisiko auch in Bezug auf die Nebenkosten. Beispielsweise darf der Vermieter eines leerstehenden Meerfamilienhauses die Nebenkosten nicht auf die anderen Vermieter weiterleiten.